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Motorsäge statt Spaten

Meilenstein für die Höhere Fachschule Bürgenstock: Am Montag erfolgte der symbolische Spatenstich für das «neue Schreinerhaus». In weniger als einem Jahr entsteht hier ein kubischer Anbau, der eine massive Entlastung der räumlichen Engpässe bringen soll.

Die Schreinerzeitung, Nummer 27-28, 7. Juli 2011

Ziehen für den Erweiterungsbau des Schreinerhauses an einem Strick (von links): Martin Geistlich, Thomas Hunziker, Bruno Krucker, Ruedi Lustenberger, Annemarie Langenegger, Hans-Peter Pfyl und Jürg Rothenbühler.

Wer von den Planern, Gästen und Mitarbeitern auf dem Bürgenstock einen klassischen Spatenstich zum Start des Schreinerhaus- Anbaus erwartet hatte, der wurde am Montag eines Besseren belehrt. «Wir starten die Bauarbeiten mit einem symbolischen Akt, bei dem der Werkstoff Holz im Mittelpunkt steht», erklärte Hans-Peter Pfyl, Präsident des Stiftungsrats Schreinerhaus und Baukommissions-Vorsitzender. Und tatsächlich: Nicht der Spaten, sondern die Motorsäge stand im Zentrum der Startaktion, wurden doch aus aktuellem Anlass zwei Tannen östlich der bestehenden Gebäude gefällt.

Wetterfeste Kunst am Schreinerhaus

Genau dort, wo jetzt noch zwei Baumstrünke das Bild prägen, soll der Stanser Holzkünstler und Bildhauer Rochas Lussi seine Art Holzkunst ins Bild des Alt- und Neubaus einbringen. Soviel mochte der Künstler bereits zu verraten: «Das Werk wird in wetterbeständiger Eiche ausgeführt. Zudem will ich – ganz im Zeichen des modernen Schreiners – auch etwas Farbe ins Spiel bringen», erklärte Lussi. Nachdem Hans-Peter Pfyl in seiner Rede zum Anbauprojekt des Schreinerhauses aufgezeigt hatte, wie man mit den verschiedenen Hürden wie Grundstückerwerb, Finanzierung, Umzonung und Baueingabe klargekommen ist, liess er es sich nicht nehmen, allen Beteiligten seinen Dank auszusprechen.

«Das Magglingen der Schreiner»

Für Ruedi Lustenberger, Zentralpräsident des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM, ist der Bürgenstock «das Magglingen der Schreiner.» Deshalb begrüsste er das kürzlich erfolgte Bekenntnis des Verbandes zu diesem speziellen Standort und das klare Ja zum Ausbau. «Mit diesen Investitionen wird man den räumlichen Anforderungen dieses Weiterbildungszentrums wieder gerecht und der Bürgenstock ist bereit für ein neues Kapitel seiner Erfolgsgeschichte.» Der viergeschossige Anbau mit einer Grundfläche von 21 mal 11 Metern wird als Industrieholzbau auf einem Betonfundament erstellt. Der Erweiterungsbau Schreinerhaus ist architektonisch klar vom Altbau abgetrennt und soll am 25. April 2012, mitten im Jubiläumsjahr des VSSM, feierlich eingeweiht werden.

Presseschau

Bericht Neue Nidwaldner Zeitung

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