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Berufsbildner: Die Lizenz zum Ausbilden

Anleiten, fördern und begleiten - das eidgenössisch anerkannte Diplom «Berufsbildner in Lehrbetrieben» macht den Weg dazu frei. Die Einführung junger Menschen in Arbeit und Beruf ist ein idealer Wirkungskreis für Fachleute mit Sozialkompetenz.

Die Schreinerzeitung, Nummer 25-26, 23. Juni 2011

Junge Menschen auf ihrem Werdegang zu tüchtigen Berufsleuten zu begleiten, ist genauso befriedigend wie anspruchsvoll. Das Zusammenspiel fachlicher und menschlicher Kompetenz des Ausbildners, pädagogischen Geschicks und der Kenntnis moderner Ausbildungsmittel gilt als Grundlage für eine erfolgreiche Lehre. Angehende Berufsbildner erreichen mit dem eidg. anerkannten Diplom «Berufsbildner in Lehrbetrieben» eine umfassende Sicherheit in allen praktischen Fragen der Berufsbildung. Sie übernehmen damit landesweit die Verantwortung für die Ausbildung von Lernenden auf Stufe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis EFZ oder eidgenössischem Berufsattest EBA.

Berufsbildner

Anspruchsvolle Aufgabe: Junge Menschen auf dem Weg begleiten.

Das Diplom «Berufsbildner in Lehrbetrieben» stärkt zudem die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt markant, wenngleich solche Überlegungen meist nicht im Vordergrund stehen. Denn erfolgreiche Berufsbildnerinnen und Berufsbildner sehen in ihrer Aufgabe primär eine Berufung.

Die Ausbildung zum Berufsbildner setzt auf intensiven Praxisbezug, indem die Teilnehmenden ihre eigene Ausbildungssituation spezifisch vorbereiten. Für eine Teilnahme ist deshalb die teil-oder hauptverantwortliche Mitarbeit in der betrieblichen Ausbildung des Arbeitgebers Voraussetzung. Romain Rosset, Bereichsleiter Berufsbildung des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) verweist ausserdem auf den hohen Anteil Heimarbeit: «Berufsbildung hat mit viel Selbstmotivation zu tun. Deshalb arbeiten wir mit einer geringen Präsenzzeit und hoher individueller Eigenleistung.»

Breites Themenspektrum

Inhaltlich stehen Themen wie die Planung der Schnupperwoche, die Anleitung zur Arbeitsdokumentation, die Vorbereitung auf die Teilprüfung «Grundlegende Berufsarbeiten» sowie die Abschlussarbeit IPA im Betrieb an. Der persönliche Besuch der Berufsfachschule und der überbetrieblichen Kurse, konkrete betriebliche Lehrpläne, das Sechs-Schritte-Modell Iperka (Informieren, Planen, Entscheiden, Realisieren, Kontrollieren, Auswerten) sowie das Qualifikationsgespräch bilden weitere Schwerpunkte. Das Qualifikationsverfahren des Lehrgangs besteht aus den schriftlichen Arbeiten und aus den in Heimarbeit zu erstellenden Konzepten. Deren Praxisbezug und fachliche Richtigkeit entscheiden über die Verleihung des Diploms «Berufsbildner in Lehrbetrieben». Romain Rosset nennt darüber hinaus als weiteres Merkmal, dass der Kurs ausschliesslich für Schreiner durchgeführt wird: «Damit sind die Holzfachleute unter sich und können einen intensiven Erfahrungsaustausch pflegen. Das wird jeweils geschätzt!»

Zitate aus den Abschlussarbeiten

  • «Der Kurs war eine lehrreiche und nützliche Zeit, in der ich neben Fachkenntnissen viel Sicherheit im Umgang mit Lernenden bekommen habe.»
  • «Da ich in unserem Betrieb vieles grundlegend aufbauen musste, brauchte ich viel Zeit. Der Nutzen ist aber sehr gross!»
  • «Für mich war der Austausch mit Teilnehmenden, die bereits ausbilden, besonders wertvoll. Hier konnte ich für meine eigene Praxis vieles übernehmen.»
  • «Fragen wurden zur vollen Zufriedenheit beantwortet - ich bin froh, diesen Lehrgang besucht zu haben.»
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